Neu erschienen: Luzius Wildhaber: Der Menschenrechtsgerichtshof für Europa - überlastet, überlastend oder gerade richtig?
Der vom früheren Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte am 3.12.2010 in Salzburg gehaltene Vortrag ist soeben in Buchform erschienen und ab sofort im Handel sowie direkt beim Österreichischen Institut für Menschenrechte erhältlich.Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ist seit mehr als 50
Jahren Anlaufstelle für Rechtssuchende, die sich in ihren Grundrechten
verletzt fühlen. Er gilt in der ganzen Welt als Vorbild; seine Leistung für die
Menschenrechtslage und die Rechtsstaatlichkeit im alten und im neuen
Europa ist kaum zu überschätzen. Mit derzeit mehr als 50.000 Grundrechtsbeschwerden, die jährlich neu bei ihm einlangen, ist der Gerichtshof
allerdings an die Grenzen seiner Kapazität gelangt. Die Arbeitsbelastung des
Gerichtshofs ist unzumutbar, seine Verfahren dauern daher vielfach zu
lange und seine Entscheidungen kommen oftmals zu spät. Eine abermalige,
grundlegende Reform scheint daher unausweichlich.
Professor Wildhaber bringt in seinem nun publizierten Vortrag nicht nur einen Lagebericht, sondern auch richtungsweisende Kritik.
Im Band enthalten sind auch Angaben zum Vortragenden, die Erklärung von Interlaken (2010) zur Reform des Gerichtshofs im Originaltext, Auszüge aus den Konventionstexten sowie Informationen über das Institut und seine Vortragsreihe.
Mit dem vorliegenden Band 4 werden die bislang in einer eigenen Reihe publizierten "Hermann und Marianne Straniak-Vorlesungen" in die Schriftenreihe menschenrechte konkret integriert.
04.08.2011







